"Eifelfrauen - Das Haus der Füchsin" von Brigitte Riebe
Trier, 1920: Johanna hat die ersten 21 Jahre ihres Lebens als verwöhntes Nesthäkchen einer Trierer Fabrikantenfamilie verbracht, als sie unvermutet einen Bauernhof in einem winzigen Eifeldorf erbt. Gegen den Willen ihrer Eltern nimmt sie die Herausforderung an. Durch die tatkräftige Hilfe ihrer Nachbarin Kätt gelingt es ihr, mit Hof und Stallungen zurechtzukommen, ja, sie entwickelt immer mehr Freude am einfachen bäuerlichen Leben, findet ihren ganz eigenen Zugang zur Natur und zu den Tieren und geht darin auf – erst recht, als die Umgebung sie dazu animiert, künstlerisch tätig zu werden. Doch dann beginnen die aufziehenden politischen Ereignisse auch das kleine Eifeldorf zu verändern, das für sie zur Heimat geworden ist …
Ich finde, die Autorin hat das Eifeler Landleben in all seinen Facetten perfekt eingefangen und wiedergegeben. Sie erzählt zum Beispiel spannend und detailreich, wieviel Mühe es damals gekostet hat, eine Heuwende zu machen oder wie störrisch Ziegen beim Melken sein können. Für mich ein perfektes Zusammenspiel aus fiktiver Handlung und sehr gut recherchierter historischer Geschichte und genau dies ist es, was ich an den Roman von Brigitte Riebe so liebe: eine stimmige und lebensnahe Familiengeschichte, die den Leser berührt und mitnimmt.
Ein Buchtipp von Claudia Jacoby