Lockdown bis 14. Februar verlängert

Bücher bestellen und im Laden abholen

 

Die Altstadt Buchhandlung muss mit weiteren zwei Wochen Schließung leben. Der seit dem 16. Dezember 2020 geltende Lockdown wurde gestern bis zum 14. Februar 2021 verlängert. Damit wird nach derzeitigem Überblick die Zeit der Schließungen der Buchhandlung acht Wochen dauern, doppelt solange wie im Frühjahr des letzten Jahres! Wir hoffen, diese sehr lange Schließungszeit unbeschadet zu überstehen. Dies kann uns nur mit Ihrer Hilfe gelingen. Wir freuen uns über jeden Einkauf. 

Auch wenn stöbern in der Buchhandlung und persönliche Gespräche nicht möglich sind, müssen Sie während der Zeit der Schließung nicht auf den Kauf von Büchern verzichten. Bestellen Sie bei uns per Telefon (06571/96023) und lassen Sie sich beraten. Per Mail info@altstadt-buchhandlung.biz sind Bestellungen jederzeit möglich. Hier in diesem Webshop können Sie Bücher aussuchen und über den Warenkorb einkaufen. Lieferbare Bücher liegen meist am nächsten Werktag im Laden zur Abholung bereit, wenn die Bestellung vor 16 Uhr bei uns eingeht.

Bestellte Bücher dürfen im Laden abgeholt werden.

Abholzeiten: Montag bis Samstag von 10.00 bis 15.00 Uhr. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Viel Schbahs baim Lääsen“

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Nach der Lesung: Heina Kaspari, Claudia Jacoby und Adi Kaspari (von links).

 

Neues Buch in Wittlicher Platt vorgestellt

Alle Plätze in der Altstadt Buchhandlung waren besetzt, als Adi und Heina Kaspari ihr Buch „Wedlia Schdekgelcha“ vorstellten. Vor der Premierenlesung begrüßte Inhaberin Claudia Jacoby in der Buchhandlung über 80 Gäste, nicht in Platt, sondern in dem, was man in Wittlich Hochdeutsch nennt. Dann ging es aber richtig los. Die beiden Autoren hauchten dem gedruckten Wittlicher Platt quasi Leben ein und trugen einigen Geschichten (Schdekgelcha) aus dem neuen Buch vor.

 Adi Kaspari begann mit der „Begreehsung obp Wedlia Platt“, sein Bruder Heina zählte die Wittlicher Ausdrücke auf und frage sich zum Schluss „wad ed ned al fia Ausdregk ged“. Wobei auch einige nicht ganz stubenreine, deftige Ausdrücke und solche, deren Bedeutung nicht ganz geklärt ist, vorkamen. Zwischen den Lesungen erläuterten die Beiden, wie es dazu kam, dass aus ihrer Sammlung an Geschichten, Anekdoten und Gedichten ein Buch wurde. Die Sammlung enthält überlieferte, selbst erdachte und erlebte Schdekgelcha, meist von Wittlicher Originalen oder seltsamen Begebenheiten oder Orten. Bei den iwaliewerden durfte natürlich Heckebachs Bender nicht fehlen, der beispielsweise als Kavallerist in Rußland sich mit bloßer Faust erfolgreich gegen angreifende Wölfe gewehrt hat. Eine erlebte Geschichte trug Heina Kaspari vor: „Baodedaach wie ed frehja woa“, bei der einige Zuhörer sicherlich an ihre eigene Kindheit in den 50er Jahren erinnert wurden.

 Wer Schwierigkeiten mit dem Lesen des gedruckten Wittlicher Platt hat, dem seien die Hinweise im Vorwort des Buches empfohlen. Hiernach soll man sich laut vorlesen und keine Buchstaben auslassen. Wem sich der Sinn auch nach mehrmaligen Lesen nicht erschließt, der trinke ein Glas Wein und blättere weiter.

Das von Adi und Heina Kaspari verlegte Buch ist in der Altstadt Buchhandlung Wittlich und anderen Verkaufsstellen erhältlich. Es umfasst 140 Seiten mit zahlreichen Fotos und einigen Zeichnungen und kostet 14,90 EUR. 

 

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Viel zu tun hatten die beiden Autoren mit dem signieren ihres Buches (Fotos: Ulrich Jacoby).