„Viel Schbahs baim Lääsen“

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Nach der Lesung: Heina Kaspari, Claudia Jacoby und Adi Kaspari (von links).

 

Neues Buch in Wittlicher Platt vorgestellt

Alle Plätze in der Altstadt Buchhandlung waren besetzt, als Adi und Heina Kaspari ihr Buch „Wedlia Schdekgelcha“ vorstellten. Vor der Premierenlesung begrüßte Inhaberin Claudia Jacoby in der Buchhandlung über 80 Gäste, nicht in Platt, sondern in dem, was man in Wittlich Hochdeutsch nennt. Dann ging es aber richtig los. Die beiden Autoren hauchten dem gedruckten Wittlicher Platt quasi Leben ein und trugen einigen Geschichten (Schdekgelcha) aus dem neuen Buch vor.

 Adi Kaspari begann mit der „Begreehsung obp Wedlia Platt“, sein Bruder Heina zählte die Wittlicher Ausdrücke auf und frage sich zum Schluss „wad ed ned al fia Ausdregk ged“. Wobei auch einige nicht ganz stubenreine, deftige Ausdrücke und solche, deren Bedeutung nicht ganz geklärt ist, vorkamen. Zwischen den Lesungen erläuterten die Beiden, wie es dazu kam, dass aus ihrer Sammlung an Geschichten, Anekdoten und Gedichten ein Buch wurde. Die Sammlung enthält überlieferte, selbst erdachte und erlebte Schdekgelcha, meist von Wittlicher Originalen oder seltsamen Begebenheiten oder Orten. Bei den iwaliewerden durfte natürlich Heckebachs Bender nicht fehlen, der beispielsweise als Kavallerist in Rußland sich mit bloßer Faust erfolgreich gegen angreifende Wölfe gewehrt hat. Eine erlebte Geschichte trug Heina Kaspari vor: „Baodedaach wie ed frehja woa“, bei der einige Zuhörer sicherlich an ihre eigene Kindheit in den 50er Jahren erinnert wurden.

 Wer Schwierigkeiten mit dem Lesen des gedruckten Wittlicher Platt hat, dem seien die Hinweise im Vorwort des Buches empfohlen. Hiernach soll man sich laut vorlesen und keine Buchstaben auslassen. Wem sich der Sinn auch nach mehrmaligen Lesen nicht erschließt, der trinke ein Glas Wein und blättere weiter.

Das von Adi und Heina Kaspari verlegte Buch ist in der Altstadt Buchhandlung Wittlich und anderen Verkaufsstellen erhältlich. Es umfasst 140 Seiten mit zahlreichen Fotos und einigen Zeichnungen und kostet 14,90 EUR. 

 

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Viel zu tun hatten die beiden Autoren mit dem signieren ihres Buches (Fotos: Ulrich Jacoby).